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All in - der Poker um Alles oder Nichts

Erich Kapfenberger (erich) on 09.03.2020

Pamela Rendi-Wagner stellt also dieser Tage die sogenannte Vertrauensfrage per Umfrage an die Parteibasis. Die Entscheidungsfrage ist engerahmt von einigen NoNa-Fragen die nicht besonders griffig und teilweise Themen verschmelzend gestellt sind. Der Mehrwert durch diese Fragen dürfte sich in Grenzen halten. Bemerkenswert ist,

dass Rendi-Wagner kein persönliches Ziel für diese Entscheidungsfrage genannt hat. Was soll man nun daraus schließen?
Eine Option wäre, dass sie gedanklich bereits mit der Führung der SPÖ abgeschlossen hat, und die Umfrage als Exitstrategie benutzt. 
Egal wie das Ergebnis lauten wird, wird es weder eine 100% Zustimmung noch eine 100% Beteiligung bei der Umfrage geben. Somit kann sie die Ausstiegshürde jedenfalls höher ansetzten, als das Ergebnis je sein wird.

Die zweite Alternative ist, nach dem Ergebnis die Situation zu bewerten und dann eine Entscheidung treffen. Diese Variante birgt allerdings das Risiko, dass sie de facto gar nicht mehr selber eintscheiden kann, ob es mit oder ohne sie an der Spitze weiter geht.
Es wird dann nicht nur an iher eigenen Bewertung des Votums liegen, sondern auch ihr Umfeld wird dies tun. Dem entsprechend hoch ist das Risiko, dass sie mit dieser Fragestellung eingeht. 

Egal wie die Sache für Rendi-Wagner ausgeht, ob sie unter Wahrung ihrer Integrität abtritt oder gestärkt weiter macht,
der Motor SPÖ ist leck.  Da hilft es nicht, einfach nur den Ölfilter zu wechseln, da gehören die Dichtungen und Lager getauscht und frisches Öl in den Motor.  

Für diesen Fall der Generalsanierung   wurden schon einige Namen in den Ring geworfen. Kaum jemand brachte sich aber selbst für den Job an der Spitze in Stellung. Am ehesten könnte man da noch Max Lercher nennen.  Alle anderen halten sich eher bedeckt.

Wie schon gesagt, ein Wechsel an der Spitze wird nicht genug sein. Mit altem Öl und kaputten Dichtungen bringt auch der neue Filter nichts, um dem Motorvergleich noch mal zu bemühen. 
Persönlich könnte ich mir auch eine Doppelspitze, was ja derzeit auch modern ist, gut vorstellen.  Meine Paarung wäre Julia Herr mit Andreas Schieder.   Mit Julia Herr wäre endlich der linke Flügel in den Griff zu bekommen und Schieder bringt die Ruhe und Erfahrung mit, die Juli Herr noch fehlt.  Als Einzelkämpfer an der Parteispitze würde ich  Jörg Leichtfried ins Rennen schicken. Der ist robust leidensfähig und unbeirrbar und wäre somit die Alternative, wenn man auf Weiblichkeit an der Spitze wieder verzichten möchte.  Eine Idealkandidatin sehe ich dzt. leider nicht. Renate Anderl könnte der Funktion noch am ehesten gerecht werden. Doris Bures sehe ich in dieser Rolle nicht, sie könnte man für die nächste Bundespräsidentenwahl konservieren, wenn Van der Bellen nicht mehr antreten sollte. 

Nach all diesen Gedankenspielchen erschiene es mir sinnvoll, wenn PRW gestärkt bleibt und ein echter Umbau der Bundespartei gelingt.

 

 

 

 

 

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