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Heimarbeit einst und jetzt

Erich Kapfenberger (erich) on 09.02.2020

Einst: es war in den Sechzigern des letzten Jahrhunderts mitten in unserem Wohnzimmer.  Überall standen Schachteln mit verschiedenen Plastikteilen herum.  Jeden Tag wurden ein paar Kartons weggebracht und neue geholt.
Heimarbeit!  In einer nahegelegenen Fabrik wurden Kunststoffspritzgussteile hergestellt.  Die Fertigung und Automatisierung war damals nicht so ausgereift wie heute und so waren manuelle Nacharbeiten erforderlich.  

So wurden z.B. Christusfiguren hergestellt. Diese mußten entgratet, auf Kreuze montiert und in Sackerl verpackt werden. Diese Arbeit wurde außer Haus gegeben, da dazu die Infrastruktur in der Fabrik nicht nötig bzw. nicht vorhanden war. Mutter und Großeltern halfen zusammen und wenn er nach dem eigenen Dienst noch Zeit hatte, unterstützte auch noch Vater. 
Heute wäre dieses Szenario so wohl kaum vorstellbar.

Jetzt bieten sich aber ganz neue Möglichkeite der Heimarbeit!

"Teleworking", "Homeoffice" sind nun die Schlagworte in der Arbeitswelt. Für viele Arbeitnehmer ist das oft bereits ein Entscheidungskriterium für ein Arbeitsverhältnis, ob derartiges angeboten wird. Die zunehmende Digitalisierung schafft hier immer mehr Möglichkeiten, Arbeit von zuhause erledigen zu können.  Ein Voraussetzung dazu ist allerdings ein arbeitskultureller Wandel, der oft noch nicht erfolgt ist. Vorgesetzte müssen sich daran gewöhnen, ihre Mitarbeiter nicht ständig physisch greifbar zu haben. Es ist eine Vertrauensbasis zwischen Telearbeiter und Betrieb erforderlich. 
Wenn Betriebe Arbeitsfelder konsequent digitalisieren, so ist es meist auch möglich, diese Arbeiten "remote" zu erledigen.  Wenn alle Belege digitalisiert sind, können der Buchhalter und die Sachbearbeitern ihren Job auch von zuhause erledigen.  
Das Tolle dabei - es profitieren alle.  Der Betrieb spart Kosten, der Mitarbeiter spart Zeit und Kosten für den Weg zum Arbeitsplatz.
Eltern können Arbeit und Kinder leichter unter einen Hut bringen.  

Klarerweise wird und soll das nie zu 100% so sein. Es wird immer Gelegenheiten geben müssen, persönlich mit Kollegen und Vorgesetzten zusammen zu kommen. Eine reine Fernbeziehung wird dauerhaft nicht funktionieren. Wenn aber ein erheblicher Teil der Arbeit so erledigt werden kann, ist allen geholfen. 

In diesem Sinne kann die Digitalisierung helfen, Klima und Umwelt durch weniger Verkehr und die damit verbunden Folgen profitieren zu lassen.
Es kann ein wertvoller Beitrag zur angestrebten CO²-Neutralität sein, denn es wird nicht reichen,  Verbrennungs- duch Elektromotoren zu ersetzen, das Verkehrsaufkommen muss insgesamt deutlich reduziert werden. 

Bringen wir also, wo es möglich ist, die Arbeit zu den Menschen und nicht die Menschen zur Arbeit.  

 

 

 

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