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Jesus teilte seinerzeit Brot, wir teilen heute Unsinn

Erich Kapfenberger (erich) on 08.02.2020

Was damals wie heute gleich ist, das Teilen findet vor einer Menschenmenge statt. Damals hatten die Menschen Hunger im eigentlichen Sinn des Wortes.  Wonach hungern die Menschen heute, wenn sie alte Wahlscheibentelefone oder sonstigen Tand auf Facebook posten und darum bitte, das zu teilen, wenn sie so etwas auch noch benutzt haben. 

Ich bin durchaus in einem Alter, um all diese Dinge auch noch persönlich zu kennen, allerdings fehlt mir völlig die Phantasie, solche Posts ( und davon gibt es jede Menge) nachvollziehen zu können.  Wenn ich kund tun möchte, wie alt ich bin, so kann ich einfach sagen, dass ich 61 Jahre alt bin.  Vielleicht geht es aber auch einfach darum, zu erfahren, wer noch aller die intellektuelle Höchstleistung zu vollbringen im Stande ist,  einen Wahlscheibenapparat zu benutzen. 

Nein? Auch nicht? Was dann?  
Ist es womöglich ein Ausdruck der Überforderung mit dem Überfluss in dem wir heute leben.   Ist es ein Ausdruck der Überforderung mit der Komplexität des heutigen Lebens.  Wie überschaubar war doch die Funktionalität eines Wahlscheibentelefons gegenüber einem aktuellen Smartphone.  Dieses Teilen in den sozialen Medien setzt aber so ein Smartphone geradezu voraus. Das wider spricht also völlig dieser Überlegung.
Wir benutzen also so ein kompliziertes Ding, um zu klagen, dass wir es gerne einfacher hätten?  Das ist irgendwie paradox.

Irgendwie fällt mir da noch eine gewisse infantile Schlagseite ein.  Wenn ein Kind mit einem Objekt nichts anzufangen weis, dann wird das Teil oft geschüttelt, darauf gehaut, herumgeworfen etc.  um irgend eine Reaktion zu provozieren. 

Also einfach mal  posten, teilen, liken und warten, ob es irgend eine Reaktion gibt.  Und weil er nicht der einzige in diesem Spiel ist, finden sich zahlreiche andere, die diese Stöckchen apportieren und weiter werfen.  Das nennt man dann mit einem modernen Ausdruck "Blase"!  So eine Blase ist etwas zum Wohlfühlen. Da fühlen wir uns sicher und geborgen. Das hat vermutlich mit unsere pränatalen Vergangenheit in der Fruchtblase zu tun. 
Offenbar habe ich irgendwie anders das Licht der Welt erblickt, wenn ich damit so wenig anfangen kann.

 

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