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Verpflichtende Herkunftskennzeichnung bei Fertiggerichten?

Erich Kapfenberger (erich) on 18.02.2020

Team Nachhaltigkeit( = Landwirtschaftsministerium) fragt:  "Bist du für eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung bei Fertiggerichten?"  ( so nebenbei - wußte gar nicht, dass wir per Du sind)

Ich könnte jetzt einfach sagen:  nein, das ist mir nicht so wichtig, denn Fertiggerichte kaufe ich nicht!
Natürlich ist mir eine entsprechende Kennzeichnung wichtig, aber sie geht mir viel zu wenig weit. Das sollte nicht nur für Produkte im Handel gelten, sondern insbesondere in der Gastronomie.
Ja, für manche Wirte ist schon die Allergenverordnung eine Herausforderung und dann ist da auch noch das Rauchverbot und oben drauf die Bonpflicht. 
Warum will ich gerade dort auch noch ein Herkunfts- bzw. Verarbeitungsangabe? 
Wenn ich im Supermarkt Fleisch, Fisch oder Geflügel kaufe, ist die nötige Information durchwegs gegeben und ich weis, was ich dann zuhause verkoche.  
Wenn ich im Gasthaus ein Gericht bestelle, gibt es in der Regel keine Information, woher das Fleisch, der Fisch oder das Geflügel stammt.
Ich kann also nicht feststellen, ob ich eine Massenhaltungsgans aus Ungarn, oder eine biologisch gehaltene Weidegans aus Heimischer Produktion auf dem Teller habe.  Der Wirt hat auch diesbezüglich keine Auskunftspflicht.  Genau so wenig weis ich vorab, ob der Kartoffelsalat selbst frisch zubereitet ist, oder aus der Industriekonserve kommt.  Auch am Preis kann man sich da selten orientieren, bestenfalls hoffen, dass man zu einem gehobenen Preis auch eine entsprechende Qualität bekommt, aber auch das ist nicht immer der Fall.
Im örtlichen Stammgasthaus wird man mit der Zeit wissen, woran man ist, aber wenn man irgendwo unterwegs ist und eine fremde Gaststätte aufsucht, sieht das anders aus.  
Insgesamt ist man aber nirgends mehr darüber im Unklaren gelassen, was man zu sich nimmt, als in der Gastronomie, wenn man von Ausnahmen in der Spitzengastronomie absieht. 
Im Supermarkt ist es relativ einfach, ein Produkt wieder zurück ins Regal zu legen. Wenn ich ab mein Gericht erst mal am Wirtshaustisch stehen habe, geht das nicht so einfach. 
Schließlich habe ich ja bekommen was ich bestellt habe.  Ja, was habe ich eigentlich bestellt?  

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